Die Tage erzählte mir eine schwangere Bekannte, dass Ihr Freund unbedingt einen Hund haben möchte, einen sooooo lieben Rottweiler.
Diese seien die perfekten Familienhunde und total leicht zu erziehen und soooooo Kinderlieb und auch mit allen anderen Hunden verträglich und für Hundehalter-Anfänger durchaus die richtige Wahl.
Optimale Vorraussetzung ist gegeben: 60 Quadratmeter Wohnung im 2.Stock natürlich ohne Garten, demnächst dann ein Neugeborenes – also wie man sieht die beste Umgebung für einen Rottweiler.
Glaub ich sofort, der Hund steht ja auch auf der Kampfhundliste, wieso sollte der also in irgendeiner Form aggressiv sein oder so.
Hier eine Beschreibung des Familienhundes:
Durch einige Vorfälle hat der Rottweiler teilweise einen schlechten Ruf bekommen. Der Rottweiler ist ein großer und starker Hund, von dem bei falscher Haltung und Sozialisation eine Gefährdung ausgehen kann.
Quelle: Rottweiler
Sicherlich heisst es jetzt wieder, ach der Hundehasser – aber das zieht nicht so richtig, habe selbst 2 Hunde (Dalmatiner).
Auch ist es nicht richtig das Rottweiler in aller Regel liebe Hunde sind, mag sein das es bei 2 von 1000 so ist, die sind aber vollends trainiert von spezialisierten Hundetrainern.
Noch gibt es kaum einen Rottweiler-Besitzer, der tatsächlich in der Lage ist das Tier zu halten wenns mal bockisch wird und aggressiv wird.
Hier mal ein Beispiel wie lieb Rottweiler sein können:
Zwei Rottweiler haben im sächsischen Penig einen Rentner verletzt und dessen Hund getötet. Nach Polizeiangaben vom Dienstag war der 70-Jährige mit seinem Yorkshire Terrier spazieren. Die Rottweiler kamen von einem Firmengelände auf den Mann zu, der seinen kleinen Hund deswegen auf den Arm nahm. Daraufhin griffen die beiden Rottweiler den Senior an und bissen mehrfach zu.
Dabei wurde der Mann am Arm verletzt und sein Hund durch mehrere Bisse getötet. Der Rentner musste ins Krankenhaus gebracht werden. Gegen den Halter der Rottweiler wurden Ermittlungen eingeleitet.(sam/ap)
Quelle: Berner Zeitung
Sicherlich gibts aber auch hier wieder die super erfahrenen Hundehalter die genau wissen was da los war…
Ich finde das jetzt ziemlich einseitig beleuchtet aber gebe dir definitiv Recht dass Rottweiler wohl eher schwierige, große, durchaus auch zu Aggressionen neigende Hunde sind. Anfänger und Familien mit kleinen Kindern würde ich selbst als Hunde-Laie so einen Hund sicher nicht empfehlen.
Ach, Dalmatiner sollen aber auch ganz schön schwierig sein. Wie ist denn da deine Erfahrung?
;)
Wieso einseitig?
Das sind die wichtigen Aspekte.
Dalmatiner sind da schon familienfreundlicher. Was ist an diesen als schwierig einzustufen?
Mit denen kann man( wir – das Kind mit eingeschlossen ) machen was man will, die werden nicht böse.
Zudem stehen die auch nicht auf der Kampfhundliste oder ist mir da was entgangen?
Da muss ich dir in weiten Teilen widersprechen. Rottweiler sind in der Tat liebe Hunde, sogar Familienhunde. Dazu braucht es nicht mal eine Top-1A-Hundetrainer-Bootcamp-Ausbildung. Was man dazu braucht ist Erfahrung (deshalb kein Anfängerhund), ein oder mehrere Lernziele und viel Liebe. Hunde sind schließlich auch nur Menschen.
Welche der liebsten und zahmsten Hunde, die ich in den letzten Jahren kennenlernen durfte waren welche der Gattungen “Kampfhund” oder vermeintlich aggressive Rasse. Dobermann, Rottweiler, Dogge, Riesenschnauzer, ja sogar Staffordshire und Boxer. Seltsamerweise waren nahezu alle Besitzer keine Gurus, sondern befolgen schlichtweg das, was bei der Kindererziehung ebenfalls wichtig ist. Das hilft weitaus mehr und macht den Hund zu dem was er sein soll – ein Familienhund oder eben das, wozu er ausgebildet wird.
Es geht natürlich immer eine Gefahr von solchen Hunden aus, aber nicht, weil sie grundsätzlich aggressiver sind, sondern, weil sie leichter auf entsprechende Reize reagieren. Einen Hund nicht im Welpenalter in eine Familie zu holen, oder sogar das Kind danach zu bekommen ist fahrlässig und dürfte so nicht vorkommen! Diese Hunde aber abzustrafen ist ein noch größerer Fehler.
Schaue auf’s Herrchen und du weißt wie der Hund ist. Die meisten Giftspritzen sind doch meist die Bluthunde (so klein, dass Blut spritzt, wenn man rauf tritt). Keine Erziehung, dürfen bei Omachen mit im Bett schlafen und Abends mit auf dem Sofa liegen. Wenn mal in die Wohnung gemacht wird, lacht die Oma noch während sie es weg macht und wenn er dann beißt heißt es “er war doch immer sooooo lieb”.
Von Besitzern welche Hunde gingen die Angriffe aus den Zeitung meist aus? Henry, 36, Hartz IV Empfänger; Mahmut, 24, Ausbildungssabbrecher…and so on.
Wir haben einen Riesenschnauzer, der als Welpe in einer Familie mit Kindern aufgewachsen ist, von uns lieb behandelt wird und regelmäßig mit anderen Hunden spielen darf – was gerade im Bezug auf das Spielen/Austoben in unserer Gegend scheinbar verpönt ist, aber die Effektivste Waffe im Kampf gegen Aggressionen – Hunde sind eben auch nur Menschen.
So, musste mal gesagt werden. Ach ja, deine Dalmatiner, schöne Hunde, aber in der falschen Händen (Oma, 60, Hausfrau, fühlt sich allein), eine “tödliche” Waffe – durfte ich auch schon kennenlernen.
Gruß
Sven
Viele Dinge sind korrekt die Du angibst, aber wer in aller Regel hat so einen Hund? Henry und Mahmut sind so die Hauptgruppe die solche Hunde besitzen, leider.
Was war mit dem Dalmatiner bei der Oma?
Der Dalmatiner, das war der Hammer! Im Park so ziemlich das aggressivste Viech, dass du weit und breit erblicken konntest. Der musste nur in Entferung einen Hund bellen hören, da hat der sich schon auf die Lauer gelegt, Schwanz und Ohren gespitzt und darauf gewartet angreifen zu können.
Natürlich wurde dieser Hund an einer Flexileine geführt (die Dinger gehören in meinen Augen tatsächlich verboten!) und je mehr er knurrte, bellte, etc. desto mehr beteuerte Omachen,dass er doch total lieb sei und noch nie was passiert sei.
Nur zur Anmerkung, genau dieser Hund hat eine der großen Doggen gebissen, die ich ebenfalls ansprach. Und zwar nicht nur einmal zugelangt, sondern so weit, dass die Dogge danach mit zwei voll bandagierten Hinterläufen und etlichen Schrammen am Rumpf zu sehen war.
Natürlich sind es meist solche Leute, die sich Kampfhunde leisten, daher bin ich auch dafür, dass man die Hundehaltung generell von einer Prüfung abhängig machen und diese persönlich gemacht werden muss. Danach muss nach Hamburger Modell der Hundeführerschein folgen (direkte Beziehung auf Hund und Halter) und zusätzlich noch ein Wesenstest der Hunde bei einem Halterwechsel. Das wäre ein Riesenaufwand, aber würde endlich mal effektiv etwas gegen die Probleme der Hundehaltung in allen Belangen tun!
Ok, solche Dalmatiner sind mit tatsächlich noch nicht vor die Nase gekommen. Unsere rennen auch wie die Wilden los wennse mal hier draußen einen anderen Hund sehen, aber in der Tat nur um zu spielen.
Mein “Großer” vielmehr der ältere wurd seitdem ich ihn habe mehrfach gebissen und das fatale dabei ist, dass der einfach nur dumm stehen bleibt und sich nicht wehrt.
Mein Kleiner würde durchaus zurückbeissen, jedoch nicht anfangen, der kennt außer spielen nichts.
Hmm…wenn ich überlege, dass meine knapp 60m2 große Wohnung mit 2 Balkonen selbst meiner Katze manchmal zu klein wird – da möchte ich nicht wissen, was mit dem Rottweiler passiert
Ob Dalmatiner, Rottweiler oder Pudel – ich finde Hunde zu unberechenbar für kleine Kinder. Und wenn er nur einmal in fünf Jahren zuknappt, dann ist es einmal zu viel vielleicht für eine kleine Kinderhand. Überhaupt finde ich für Kleinkinder Tiere nicht angemessen. Wenn ich bedenke, wie oft ich selbst meine Katze mit 4 traktiert habe, das wünsche ich keinem Haustier.
Es gibt ja sowas wie eine Aufsichtspflicht die sollte natürlich auch durchgeführt werden, so besteht weder Gefahr für das Kind noch für das Tier.
Wenn sich die Eltern nicht um das Kind kümmern und darauf achten was es alles mit den vorhandenen Tieren anstellt oder auch mit diesen zusammen einsperrt so ist es klar das etwaige Tiere irgendwann die Geduld verlieren und auch mal zuknappen. Da liegt die Schuld aber eher bei den Eltern als bei dem Kind oder dem Tier.
Ja klar, beim Kind liegt sie sowieso nicht. Das weiß es ja nicht besser und muss das alles – Feingefühl zum Beispiel – ja überhaupt erst lernen. Nur kann man ja auch nicht 24std hinter einem Hund herlaufen und gucken, was er macht. Wie auch immer – die von dir beschriebenen Umstände zur Haltung eines Rottweilers (ich würde da mal jeden “großen” Hund einschließen) in einer solch kleinen Wohnung (überhaupt reine Wohnungshaltung bei Hunden und Katzen finde ich etwas schwierig) und noch mit einem Baby/Kleinkind – das ist ja wohl wirklich ein No-go. Manche Leute haben Nerven wie Drahtseile. Grüßle
Da haste was falsch verstanden. Die Aufsichtspflicht hat man gegenüber dem Kind, nicht dem Hund.
Also ich habe auch Kinder und schon immer Hunde (meist Mischlinge aus dem Tierheim) aber ich würde keinem empfehlen sich ein Kind und einen Hund gleichzeitig zuzulegen und schon garnicht in solch beengten Verhältnissen, einer bleibt auf der Strecke und das wird der Hund sein und der wird eifersüchtig, seinen vermeintlichen Nebenbuhler angreifen (den Säugling) und dann zur Schlagzeile in der Bildzeitung. Also bitte nochmal genau überlegen was wichtiger ist !!!
es kommt aber doch einfach drauf an was man mit den hunden macht. wenn ein rottweiler richtig erzogen wird und gut ausgelastet ist dann kann er auch ein familienhund sein. natürlich sollte ein rottweiler nicht der 1. hund sein den man sich anschafft da er schon ein schwierigerer hund ist aber jeder hund kann zu aggressionen neigen wenn er nur in der wohnung gehalten wird und keinen auslauf bekommt. wie gesagt es kommt ganz drauf an was man mit den hunden macht!
dackel neigen auch gerne mal dazu zu beissen und sind ziemlich zickige hunde……
Hier der nächste Fall: