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Home» Allgemein » So verpulvern deutsche Gerichte Steuergelder

So verpulvern deutsche Gerichte Steuergelder

1. September 2010 | von Kalliey | in Allgemein

Im September letzten Jahres war ich in Frankfurt mit meiner Frau unterwegs, wir überholten ein Fahrzeug mit 2 Personen, eine Dame gesetzteren Alters und einem jungen Mann mit ausländischen Wurzeln, soweit so gut.

Die Strasse war 3-spurig, das Auto fuhr mal an uns vorbei, mal wir an denen. Der Beifahrer hatte sich dermaßen aufgeregt das wir an dem Fahrzeug rechts vorbeifuhren (mit normaler Geschwindigkeit) das er anfing den Mittelfinger nach uns zu strecken und auch die ein oder andere Beleidigung in unsere Richtung zu rufen, wir hatten das Fenster ein Stück geöffnet so konnte man seine geistigen Ergüsse problemfrei hören.

Das ging 2-3 mal, bis wir an eine große Ampelkreuzung kamen, hier gibts 5 Spuren, 2 nach links auf die Autobahn, 2 Spuren gehen weiter geradeaus und 1 Spur ist zum abbiegen nach rechts. Wir standen auf der rechten Geradeausspur an 4-5 Position, der Gangster auf der äußersten Links-Abbiegespur in Richtung Autobahn an vorderster Stelle. Auf einmal kam der gestörte Typ zwischen den Autos entlang gerannt, schlägt voll auf meine Fahrertür-Scheibe und tritt mit voller Wucht an die Fahrertür – ich hab nicht weiter reagiert, Foto raus – Bild geschossen von dem Typ und ab zum Partyverein in Blau/Silber um Anzeige zu erstatten.

Worauf ich nun hinaus will, die Tage kam die Zeugenladung vom Amtsgericht, wir wohnen allerdings nun rund 600 Kilometer entfernt von unserem alten Wohnort, das teilte ich dem Richter mit und fragte ob es tatsächlich notwendig sei dort zu erscheinen, eine Aussage liegt ja vor, nichts anderes können wir hinzufügen. Der Richter bestand auf unsere Anreise. Da ich meine Termine nicht so legen kann wie es das Gericht gerne hätte, müssen wir von 2 Standorten starten, ich muss aus München in die alte Heimat, meine Frau mit den Kids von Zuhause aus, dass heisst unterm Strich – das Gericht muss Fahrtkosten für rund 2000 Kilometer zahlen sowie die 10 Stunden Verdienstausfall und dazu noche einen Mietwagen zahlen. Das ist natürlich nicht die Regel, sowas muss der Richter genehmigen, was er in diesem Fall auch getan hat.

Der Kilometer wird mit 0,25 Cent vergütet, laut Adam Riese 2000*0,25= 500 Euro + den Mietwagen für meine Frau + Verdienstausfall für mich – da kommen wir locker an die 1000 Euro ran.

Kann mir irgendwer nun die Brisanz unserer Aussage vor Ort erklären die ja schon schriftlich vorliegt? Das ist doch die reinste Geldverschwendung.

Was mich allerdings am meisten ärgert, der Schaden am Auto beläuft sich auf knapp 900 Euro, unsere KFZ-Versicherung zahlt den Schaden natürlich – nur steigen wir dann in den Prozenten das wäre eine Variante, die andere wäre den Schaden aus eigener Tasche zu zahlen was auch ok wäre da wir ja einen zivilrechtlichen Anspruch gegenüber dem Vollidiot haben der die Türe kaputt getreten hat. Nur die Sache ist, sollte er verurteilt werden an diesem Tag, heisst das noch lange nicht das ich mein Geld auch bekomme, vielmehr muss ich danach zivilrechtlich gegen den Typ vorgehen um mein Geld zu bekommen. So wie der sich verhalten hat, hat der nicht mehr als Zahnbelag drauf, so das ich im schlimmsten Fall außer weitere Kosten gar nichts habe. Ein echter Teufelskreis.



4 Kommentare zu “So verpulvern deutsche Gerichte Steuergelder”

  1. SvenMinden sagt:
    3. September 2010 um 00:14

    Nur noch Assis unterwegs. Da kann man nur im richtigen Moment auf’s Gas treten und den Typen auf Igelniveau pressen schön wär’s

  2. Kalliey sagt:
    3. September 2010 um 00:16

    Ja das ist mit Sicherheit eine schöne Alternative.

  3. Deutsche Justiz pusht Ausländerfeindlichkeit | Kalliey® sagt:
    14. September 2010 um 14:44

    [...] Ich berichtete die Tage von einem Gerichtstermin bezüglich einer Sachbeschädigung an unserem Audi. [...]

  4. Patrick sagt:
    17. September 2010 um 12:40

    bin mal gespannt wie der Zivilprozess ablaufen wird.
    Wo findet eigentlich der Zivilprozess statt? Ich hoffe doch an deinem Wohsitz oder wie ist das tatsächlich geregelt?

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