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Home» Allgemein » Ernste Themen » Warum Mami? – Tot einer Unschuldigen

Warum Mami? – Tot einer Unschuldigen

5. Juli 2009 | von Kalliey | in Ernste Themen

Für alle Dauernörgler = Ja es ist alt, verdammt alt, man hat es 1000 mal gelesen – es ist aber dennoch erwähnenswert, da viele Menschen trotz der Risiken vollgesoffen oder vollgepumpt mit Drogen Auto fahren.

Warum, Mami?

Alkohol am Steuer: Tod einer Unschuldigen

Ich ging zu einer Party, Mami, und dachte an Deine Worte. Du hattest mich gebeten, nicht zu trinken, und so trank ich keinen Alkohol.


Ich fühlte mich ganz stolz, Mami, genauso, wie Du es vorhergesagt hattest. Ich habe vor dem Fahren nichts getrunken, Mami, auch wenn die anderen sich mokierten.

Ich weiß, dass es richtig war, Mami, und dass Du immer recht hast. Die Party geht langsam zu Ende, Mami, und alle fahren weg.

Als ich in mein Auto stieg, Mami, wusste ich, dass ich heil nach Hause kommen würde: aufgrund Deiner Erziehung – so verantwortungsvoll und fein.

Ich fuhr langsam an, Mami, und bog in die Strasse ein. Aber der andere Fahrer sah mich nicht, und sein Wagen traf mich mit voller Wucht.

Als ich auf dem Bürgersteig lag, Mami, hörte ich den Polizisten sagen, der andere sei betrunken. Und nun bin ich diejenige, die dafür büßen muss.

Ich liege hier im Sterben, Mami, ach bitte, komm’ doch schnell. Wie konnte mir das passieren? Mein Leben zerplatzt wie ein Luftballon.

Ringsherum ist alles voll Blut, Mami, das meiste ist von mir. Ich höre den Arzt sagen, Mami, dass es keine Hilfe mehr für mich gibt.

Ich wollte Dir nur sagen, Mami, ich schwöre es, ich habe wirklich nichts getrunken. Es waren die anderen, Mami, die haben einfach nicht nachgedacht.

Er war wahrscheinlich auf der gleichen Party wie ich, Mami. Der einzige Unterschied ist nur: Er hat getrunken, und ich werde sterben.

Warum trinken die Menschen, Mami? Es kann das ganze Leben ruinieren. Ich habe jetzt starke Schmerzen, wie Messerstiche so scharf.

Der Mann, der mich angefahren hat, Mami, läuft herum, und ich liege hier im Sterben. Er guckt nur dumm.

Sag’ meinem Bruder, dass er nicht weinen soll, Mami. Und Papi soll tapfer sein. Und wenn ich dann im Himmel bin, Mami, schreibt “Papis Mädchen” auf meinen Grabstein.

Jemand hätte es ihm sagen sollen, Mami, nicht trinken und dann fahren. Wenn man ihm das gesagt hätte, Mami, würde ich noch leben.

Mein Atem wird kürzer, Mami, ich habe große Angst. Bitte, weine nicht um mich, Mami. Du warst immer da, wenn ich Dich brauchte.

Ich habe nur noch eine letzte Frage, Mami, bevor ich von hier fortgehe: Ich habe nicht vor dem Fahren getrunken, warum bin ich diejenige, die sterben muss?

ANMERKUNG:

Dieser Text in Gedichtform war an der Springfield High School (Springfield, VA, USA) in Umlauf, nachdem eine Woche zuvor zwei Studenten bei einem Autounfall getötet wurden.


Das ganze nochmal als Video – für die Leute sich die Lesefähigkeit weggesoffen haben:


Diese Geschichte ob wahr oder unwahr ist kein Einzelfall. Es gibt soviele Menschen die sich mit Ihren “dicken” Autos profilieren müssen, weil der Penis zu klein ist oder die Brust hängt – aber ihr Auto in keiner Situation tatsächlich unter Kontrolle haben bzw. ihr Gefährt nicht annähernd beherrschen – aber besoffen fahren, das geht dann prima.

Natürlich geht man mal einen “Trinken” – da sagt niemand was dagegen, aber wieso fährt man dann nicht mit dem Bus / Taxi / Bahn? – Ist das so cool wenn man “voll wie ein Schulbus” ohne jegliche Kontrolle durch die Strassen heizt?

Ich fahre auch kein kleines und leistungsschwaches Auto und ich trinke selten, hab sicherlich nicht die längste Wurst im Universum und seh nicht aus wie ein Topmodel, aber ich kann klar denken und fahr nicht rotzevoll in der Gegend rum und fühle mich dabei cool. Die Coolen sind die, die vollgesoffen in der Bahn sitzen und weiter feiern – denn die haben im Gegensatz zu jenen die vollgesoffen Unschuldige ermorden noch was zu feiern.

Ich habe selbst einen Sohn und ich möchte nicht erwähnen was passieren würde, wenn ihn jemand “umnieten” würde – das Strafverfahren wäre das geringste Problem…



Ein Kommentar zu “Warum Mami? – Tot einer Unschuldigen”

  1. xanni sagt:
    6. Juli 2009 um 18:53

    Da kann ich dich voll und ganz verstehen. Mir klappen sämtliche Messer in den Taschen auf, wenn ich diese Rotzer (entschuldige bitte den Ausdruck) sehe, die dann nicht mal in der Gerichtsverhandlung Gewissensbisse haben.
    Ich hatte mal einen dabei, der fand das noch lustig. “Is doch nichts weiter passiert” … nichts weiter? Stimmt, die haben das im Suff ja nicht mitbekommen, was sie getan haben.
    Ich war grad schwanger mit der Kleinen. Ich hätte denen am liebsten ins Gesicht geschlagen.

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